Ein echter Spring-Brunnen

Kein Kind kann einfach so vorübergehen – sag‘ ich jetzt mal. Zumindest geht meine Tochter keinen Schritt weiter, wenn wir am Rathenauplatz in der Frankfurter Innenstadt vorbeikommen. Dort liegt nämlich ein Springbrunnen, der zum Spielen einlädt.Seit ich das erste Mal mit ihr daran vorbeikam und Springbrunnen sagte, schreit sie: „hüpf, hüpf!“ wenn wir auch nur in die Nähe kommen. Dieses kleine sprachliche Missverständnis beschreibt den Brunnen aber ganz  gut.

Spielorte in der Stadt

Überquert man den Rathenauplatz nämlich und bemerkt urplötzlich ein leises Zischen und einen kühlen Nebel an den Füßen, dann sollte man springen – und zwar zur Seite. Außer man möchte mit ein paar wildgewordenen Wasserfontänen ein Tänzchen wagen – „hüpf!“

Das nasse Rechteck auf dem schwarzen Kopfsteinpflaster erkennen Kinder schnell als einen tollen Ort zum Spielen in der Stadt. Nass wird man bestimmt. Ohne erkennbares Muster schießen Wasserfontänen aus dem Boden und nichts scheint schöner, als sich quietschend und kreischend ein rennen mit seinem Glück zu liefern. Manchmal ist das Wasser schneller. Seitdem hab ich Wechselklamotten dabei.

Das Drumherum

Zwar gibt es rund um den Brunnen ein paar Sitzgelegenheiten, aber leider fehlt direkt am Brunnen meiner Meinung nach ein wenig Schatten. Scherben habe ich so gut wie keine gesehen und das Wasser scheint dem Geruch nach gechlort zu sein. Fairerweise muss man anmerken, dass auch Hunde den Brunnen gut finden. Seltener ist er eine Dusche für Obdachlose (Gibt es eigentlich innerstädtisch öffentliche Bade- und Waschmöglichkeiten für Obdachlose?). Der Brunnen wird nur in der warmen Jahreszeit betrieben.

Ein Gedanke zu „Ein echter Spring-Brunnen“

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