Draußenwohnzimmer

Jeder hat doch ein Draußenwohnzimmer. Eine Bank mit Aussicht und Sonne, ein schöner Spazierweg im Park, im Wald, in der Stadt ein Straßencafé oder eben ein Spielplatz. Meist einmal am Tag kann man uns hier treffen, meine Tochter und mich, manchmal ist auch der große Bruder dabei. Und das Beste? Die Renovierung kommt frei Haus:  Frisch gestrichenes Frühlingsgrün.

Und das erwartet den Spielplatznomaden (Fotos unten):

Der Spielplatz liegt lang hingestreckt zwischen den rythmischen, weißen Häuserfronten der Hellerhofsiedlung. Der Architekt Mats Dam hat hier zwischen 1929 und 32 eine Mustersiedlung des Neuen Frankfurter Wohnens entworfen, die es sich lohnt bei einem Besuch in der Gegend einmal genauer zu betrachten.

Die grünen Haselhecken, die den Platz umstehen, schützen vor Blicken von der Straße und schaffen einen geschlossenen Spielraum. Der Spielplatz ist in zwei separate Räume unterteilt, die durch Tore miteinander verbunden sind. Eine erhöhte Holzplattform aus deren Mitte ein Baum entspringt, lädt zum Picknicken und Herunterhüpfen ein.

Für Kleinkinder gibt es im vorderen Teil einen Sandkasten und eine kleines Rutschenhaus mit einer mittelschnellen Rutsche aus Holz (Der auf den Bildern zu sehende Sonnenschirm war bislang  nicht geöffnet und mir ist nicht bekannt, wer den Hebel dafür hat). Es gibt keine Kleinkindschaukeln. Für ältere Kinder  gibt es eine Dreierschaukel, Reckstange und Rutsche im hinteren Spielraum und ein Klettergerüst mit Sandschütten im vorderen. Überall verteilt stehen mehrere Schaukeldinger und eine Federwippe.

Im vorderen Bereich des Spielplatzes können sich ältere Kinder an einem niedrigen Kletter- und Gleichgewichtsparkours versuchen, der über mehrere Hangel- und Balancestationen führt und zum Wetteifern einlädt. Eine separate und windgeschüzte Tischtennisplatte gibt es auch. Mehrere Bäume spenden Schatten.

Für Jugendliche gibt es außer der Tischtennisplatte kaum etwas Interessantes zu tun oder zu sehen. Man sitzt zwischen den Häusern eher auf dem Präsentierteller.

Insgesamt ein netter Spielplatz für den täglichen Gebrauch (unser zweites Wohnzimmer). Leider trifft man hier tagsüber nur vereinzelt andere Kinder, nachmittags etwas mehr. Manchmal ist die Bude voll, wenn benachbarte Kitagruppen vorbeischauen. Möglichkeiten für die Kinder, auch abseits der dafür vorgesehenen Spielgeräte etwas zu entdecken oder zu bespielen gibt es durch die enge Bebauung und die klassische Anlage des Spielplatzes kaum.

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