Was macht der Pfau im Zoo?

Er geht auf den Spielplatz! Aber, sind Zoos eigentlich okay? Die Antwort ist keine Geschmacksache, sondern erfordert offenes Abwägen von Argumenten. Man kann und sollte sogar darüber streiten, denn nur dann kommt man zu besseren Lösungen. Es gibt schlechte Zoos. Ob es gute Zoos gibt, kann ich tatsächlich nicht so einfach beantworten.

Aber es gibt Zoos, die versuchen, das Beste aus dem zu machen, was sie als Erbe vorgefunden haben. Reicht das aus?

Wir gehen in den Zoo. Gehört der Frankfurter Zoo, den wir oft besuchen, zu den guten? Jein. Anders kann und will ich diese Fragen in einem Artikel, in dem es um den Spielplatz im Frankfurter Zoo geht, nicht beantworten – später und an anderer Stelle vielleicht. Update: Der Zoodirektor hat in diesem Jahr gewechselt und er hat zahlreiche Veränderungen eingefordert und angekündigt.

Im Zoo führen alle Wege zum Spielplatz

Im Zoo angekommen (U6/U7/Tram 14) hat man verschiedene Möglichkeiten, zum Spielplatz zu gelangen, aber am Ende führen alle Wege dorthin, scheint mir. Am liebsten gehen wir durch das Nachttierhaus (eigentlich DIE Attraktion im Frankfurter Zoo!) und am Exotarium vorbei bis zum Spielplatz.

Ich selber habe viele schöne Erinnerungen an den Frankfurter Zoo. Von den Ansichten meiner Kindheit ist nicht viel geblieben. Außer einigen Gehegen und dem Labyrinth am Spielplatz, das ich vermutlich immer noch mit geschlossenen Augen duchrennen kann, ist kaum etwas wie früher.

Wenn nicht zu viel Trubel ist – morgens sind sehr viele Kindergartengruppen und Kitas unterwegs und an sonnigen Tagen ist es auch nachmittags voll – trifft man auf den eigentlichen Herr des Spielplatzes: der stolze Pfau belegt gerne einige der niedrigeren Klettergerüste, um sich in voller Pracht zu präsentieren.

Klettern, Schwingen und Springen

Für die Kleinen gibt es einen Sandkasten und eine Korbschaukel. Die etwas knifflige Treppe zur Rutsche hinaufzugelangen, ist schon etwas anspruchsvoller. Wenn nicht zu viel los ist, können Vierfüßler und Erstläufer auch gut auf dem kleinen, im Boden eingelassenen Trampolin wippen und ihren Spaß haben.

Der ist natürlich vorbei, wenn die Größeren ihr Sprungkünste auf dem Trampolin proben wollen (das in letzter Zeit leider häufig abgesperrt ist  und dann trotzdem benutzt wird 🙁 ). In der Regel geht aber alles recht gesittet zu. Vor allem Kindergartenkinder und Grundschüler haben viel Spaß auf diesem Spielplatz. Das Klettergerüst gegenüber dem Außengehege der Gorilla-Sippe rund um den Silberrücken Viatu ist ansprechend und recht vielseitig. Man kann sich an einer Hangelstange wie die Orang-Utans im Schwingen üben. Oder wie die Bonobos über die Brücken und Stangen fetzen. Der Boden ist mit Rindenmulch gepolstert. Es gibt eine Sessel-Schaukel und Balancierstangen. Die Rutsche für größere Kinder ist schön steil.

Urlaub mit Kind in Frankfurt

Im Labyrinth ist immer was los: fangen spielen, verirren, verstecken oder ein Wettrennen, irgendwem fällt immer etwas ein. Wir haben früher die Zeit gestoppt, die wir zum Durchrennen des Irrgartens brauchten.

Insgesamt ein abwechslungsreicher, nicht zu hoher Kletterspielplatz. Manchmal, gerade in den Ferien ist schon sehr viel los. Toll, dass man sich auch mal Verstecken kann. Mittlerweile ein bisschen in die Jahre gekommen, aber ansonsten gut gepflegt. Wenn man als Urlauber mit Kind in die Stadt kommt, dann ist der Frankfurter Zoo sicher einen Ausflug wert. Als Innenstadtzoo ist er zwar klein, aber zum Beispiel das Nachttierhaus ist sicherlich etwas Besonderes.

Abseits gibt es im Zoo natürlich jede Menge zu entdecken. Wenn man viel Proviant oder fußfaule Kinder dabei hat, kann man sich am Eingang gegen eine kleine Gebühr einen Bollerwagen ausleihen (20 Euro Pfand). Außerdem bietet der Zoo viele Veranstaltungen und Führungen an. Es lohnt sich, immer mal wieder auf der Seite vorbeizuschauen. Momentan gibt es zum Beispiel die Nachtexpedition mit Lagerfeuer.

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